Trauerbegleitung im Bistum Aachen
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eferentin Christiane Bundschuh-Schramm sprach zum Thema „Rituale“.

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Das Ritual ist wie eine Tür, die Gott öffnet

3. Tag der Trauerpastoral in der Grabeskirche St. Joseph in Viersen mit zahlreichen Teilnehmern

Sie leiten Begräbnisse, arbeiten in Krankenhäusern, Hospizen, Trauercafés und kommen dabei in Berührung mit dem Tod und der Trauer der Angehörigen.

150 Haupt- und Ehrenamtler kamen nun beim dritten diözesanen Tag der Trauerpastoral in der Grabeskirche St. Joseph in Viersen zusammen, um über „Alte und neue Abschiedsrituale – Stütze und Kraft zum Leben" zu sprechen. Sie erhielten dabei sowohl theoretisches Rüstzeug wie auch praktische Tipps für die Umsetzung.

Der Tod eines Angehörigen macht die Hinterbliebenen oftmals sprachlos. Christliche Begräbnisrituale können helfen, diese schwierige Situation durchzustehen und bestenfalls zu überwinden. Referentin Christiane Bundschuh-Schramm, Theologin aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart, machte den Teilnehmern des diözesanen Trauertags Mut, diese Kraftquelle mit Selbstbewusstsein und Einfühlungsvermögen zum Wohl der Angehörigen zu nutzen. „Rituale verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie ermöglichen den Perspektivwechsel und gestalten den Übergang", sagte sie. Ein Ritual sei „wie eine Tür, die Gott öffnet." Während sich die Tagung am Vormittag mit den theoretischen Grundlagen befasste, gab es am Nachmittag viele praktische Tipps in verschiedenen Workshops. Deren Themen reichten von der passenden Musikauswahl bis zu Beerdigung und Begleitung nach einem Suizid.

Als Ort der ganztägigen Weiterbildung war die Grabeskirche St. Joseph in Viersen gewählt worden. Der neogotische Kirchbau im Süden der Stadt Viersen dient seit drei Jahren als Urnenbegräbnisstätte und steht damit auch für einen allgemeinen Wandel in der Begräbniskultur. Schwindende kirchliche Anbindung und eine verstärkte Individualisierung führen zu vielen neuen Bestattungsformen und damit zu einem erhöhten Konkurrenzdruck auf christliche Anbieter. Hier gelte es, an der „eigenen Qualität weiterzuarbeiten", so der Appell von Christiane Bundschuh-Schramm. Die Trauerarbeit sei ureigene Kernaufgabe der Kirche, so Pfarrer Anton Straeten, Diözesanbeauftragter für Trauerpastoral im Bistum Aachen: „Das ist pure Seelsorge." (iba/Na 070)


Von iba

Veröffentlicht am 06.07.2015

 
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